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- Sonntag

Die Lügen der Energiewende und Umweltpolitik

Die Energiewende in Deutschland steht für erneuerbare Energien und die Abschaffung von Kohle- und Atomkraftwerken. Die Politik lügt uns damit eine perfekte grüne Welt vor, wenn wir einfach die Kohle- und Atomenergie abschaffen, doch es gibt dabei eine Menge weitere Probleme. Zwei Beispiele für Probleme zeige ich euch heute.
Windkraftanlage in der Nähe von Dortmund
1. Problem: Emissionshandel 
Was ist Emissionshandel? Wenn eine Firma CO2 ausstößt, muss sie für jede Tonne des Gases ein Zertifikat kaufen. Es gibt eine begrenzte Anzahl an Zertifikaten, die auch noch jedes Jahr sinkt, sodass die Firmen gezwungen sind in klimafreundliche Technologien zu investieren und die Zertifikate wieder verkaufen kann.

Das Problem hierbei ist, dass die Preise für die Zertifikate viel zu niedrig sind und es sich für die Firmen nicht lohnt ihren CO2-Ausstoß zu verringern. Es werden einfach mehr billige Zertifikate gekauft. (Quelle: deutschlandfunk.de, bmub.bund.de)

Ein weiteres Problem ist, dass nicht alle Länder der EU Atomkraftwerke und fossile Energieträger abschaffen wollen. Wird in Deutschland dann ein Kohlekraftwerk geschlossen, sind wieder neue sehr günstige CO2-Zertifikate erhältlich und es lohnt sich in anderen Ländern ein neues Kraftwerk zu eröffnen. Dadurch werden die CO2-Emissionen nicht gesenkt sondern nur verschoben.

Die Lösung muss eine einheitliche Umweltpolitik der EU sein, in der der Emissionshandel teuer genug ist um die Firmen auch wirklich zu mehr Investitionen in umweltfreundlichere Technologien zu bewegen.
2. Problem: Fokus auf dem Endprodukt
Wenn ein Produkt in der Werbung als umweltfreundlich gilt, wird der Fokus meist nur auf das Endprodukt gelegt und eine möglicherweise intensive Herstellung übersehen. Ein umweltfreundliches Auto muss nicht nur einen niedrigen Verbrauch haben und wenige Schadstoffe ausstoßen, sondern muss auch umweltfreundlich hergestellt werden.

Es bringt nichts 2 Liter weniger zu verbrauchen, wenn dafür jedes Auto in China unglaublich energieintensiv mit speziellen Legierungen und Katalysatoren ausgestattet wird und diese Herstellung die Umwelt in China mehr belastet, als das Auto die Umwelt in Deutschland schont.

Das selbe gilt für Photovoltaikanlagen, angeblich umweltfreundliche Kühlschränke oder Dämmungen für Häuser. All diese Technologien sind ein Schritt in die richtige Richtung, aber es darf nicht die Herstellung und der Transport der Produkte vergessen werden, der dazu führen kann, dass die Produkte die Umwelt mehr belasten als retten.

Eine mögliche Lösung ist die Berechnung aller Umweltbelastungen für ein Produkt, vom Abbau der Rohstoffe über deren Reingewinnung, Transport, Fertigung, der Transport zum Endverbraucher und schließlich die Benutzung des Produktes. Dann kann abgewägt werden kann, welche Produkte wirklich als "grün" verkauft werden dürfen und welche nur durch Lügen mehr verkaufen wollten.

Bild: Ethan Kan
Quelle: focus.de

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