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Die Geldwäsche mit CO2

Geldbündel Dollarscheine
Bündelweise wird das Geld gewaschen
Geldscheine wechseln täglich den Besitzer und gehen durch tausende Hände. Sie werden dabei dreckig, zerknickt und sind nicht mehr zu gebrauchen.

Die Banken ziehen deshalb alle paar Monate etwa 150.000 Tonnen an Geldscheinen ein und vernichten alles davon, sodass neu gedruckte Scheine in den Umlauf gebracht werden können.
Die Methode der Geldwäsche
Das wortwörtliche Geldwaschen, also das Reinigen von verdreckten Scheinen, ist eine Lösung für dieses Problem. So fällt das Vernichten, Entsorgen und Neudrucken von Geldscheinen weg und die Umwelt wird geschont.

Um das Geld zu waschen wird überkritisches CO2 benutzt, also CO2, das gleichzeitig flüssig und gasförmig ist. Dadurch wird es zu einem hervoragenden Lösemittel, das auch noch ungiftig und günstig zu beschaffen ist.

Physiker haben für die Wäsche eine besondere Waschmaschine entwickelt, die in der Lage ist das CO2 in den überkritischen Zustand zu versetzen und bündelweise Geldscheine zu reinigen, ohne sie dabei zu zerreißen. Die neuen 5-Euro-Scheine haben eine Wäsche aber nicht mehr nötig.

Sie besitzen eine besondere Polymerschutzschicht, die vor sämtlichen Verunreinigungen schützt. Diese Schutzschicht wird ebenfalls der der neue 10-Euro-Schein haben, welcher ab September gültig ist.
Andere Anwendungen
Das überkritische CO2 wird auch zum Entkoffeinieren von Kaffe gebraucht, da es ein gutes Extraktionsmittel für das Koffein ist. Weitere Anwendungen sind die Sterilisierung von medizinischem Besteck oder die Überkritische Flüssigchromatiographie, bei der CO2 als mobile Phase genutzt wird.

Quelle: wissenschaft-aktuell.de
Bild: StockMonkeys.com

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